Heute sitze ich bereits an der nächsten Hochzeit und bearbeite alle ausgewählten Aufnahmen. Viele fragen mich, wieviele Bilder man eigentlich bei solch einer Hochzeit macht und wieviel davon am Ende übrig bleiben. Als ich in die Hochzeitsfotografie einstieg, versuchte ich förmlich jeden „wichtigen“ Moment zu erhaschen, immer mit der Angst im Hinterkopf, auch ja nichts zu vergessen. Da kamen an einem Tag schon mal zwischen 3.000 und 4.000 Aufnahmen zusammen.
 
Inzwischen komme ich mit 1.500-2.000 Aufnahmen aus. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, wann der richtige Zeitpunkt kommt, um „abzudrücken“. Man kann es mit einem erfahrenen Fußballspieler vergleichen, der mit zunehmener Erfahrung weiß, wo er stehen muss, um einen Treffer zu erzielen. Ähnlich ist es auch bei der Hochzeitsfotografie. Dabei liebe ich es besonders, die unvorhergesehenen Ereignisse gepaart mit den zwischenmenschlichen Aspekten im Bild festzuhalten. Nach sorgfältiger Auswahl und Bearbeitung bleiben in der Regel 500 – 1000 „Bilder“ übrig.
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Viele Momente sind vom fotografischen Standpunkt keine „Meisterwerke“, doch sie dokumentieren ein Ereignis, mit dem die Kunden ihre eigenen Gefühle und Erinnerungen in Verbindung bringen. Diese Bilder haben ein besonders ideellen Wert. Darum überlasse ich meinen Kunden so viel Auswahl wie möglich, um daraus ihre eigenen Favoriten zu wählen. Das Endprodukt ist eine fotografische Dokumentation einer Hochzeit bestehend aus Farb- (ca. 60%) und Schwarz-Weiß-Aufnahmen mittels der ich den Kunden meinen „Blick“ auf ihren schönsten Tag vermittle.