Die Beiden traf ich bei einem kurzen Stopp an einer Autobahn-Raststätte. Sie fragten mich, ob ich in Richtung Dresden fahre und sie mitnehmen könnte. Doch leider fuhr ich genau in die entgegen gesetzte Richtung.

Da ich auf dem Weg zu einem Fotowalk war, hatte ich meine Leica Monochrom um den Hals und machte dann diese Aufnahme. Danach kamen wir kurz ins Gespräch. Sie berichteten mir, das sie über England, Frankreich, Belgien und den Niederlanden, nun in Richtung Osteuropa weiterreisen wollen. Auf ihrer Reise haben sie viel erlebt und eine Menge verschiedener Menschen kennengelernt. Es sei manchmal auch nicht ganz ungefährlich.

L7990254-web-2000

Der junge Mann hatte eine alte Zenit-Kamera dabei. Er schwärmte von seiner Leidenschaft für die Farben der Analogfilme. Am Ende seiner Reise möchte er aus den Aufnahmen eine Dokumentation in Buchform erstellen. Er bat mich noch darum, etwas Persönliches in sein Reisetagebuch zu schreiben. Während ich schrieb, fand seine Begleiterin einen Fahrer, der sie mitnehmen konnte nach Dresden. Sie waren unheimlich glücklich und bedankten sich sehr herzlich. Sie meinten, ich hätte ihnen Glück gebracht, denn sie saßen vor unserer Begegnung 10 Stunden erfolglos am Fahrbahnrand.

L7990257-web-2000

Erlebnisse wie dieses bestätigen, dass die Leidenschaft zur Fotografie oft ein verbindendes Element sein kann, um interessante Menschen kennenzulernen, an denen man in unserem gradlinigen Alltag einfach vorbeilaufen würde. Diese Begenung mit zwei so herzlichen und fröhlichen Menschen wird mir auf jeden Fall noch lange in Erinnerung bleiben und ich hoffe, sie werden das Ziel ihrer langen Reise wohlbehalten erreichen.