Schon in meiner Kindheit fand ich Gefallen an kreativen Aktivitäten. Ich malte und zeichnete oder schrieb Gedichte für familiäre Anlässe. Aus den Gedichten wurden später Songtexte. Denn im Jahr 1999 entdeckte ich die HipHop-Musik und erkannte, dass sich dies gut mit meiner Fähigkeit, zu dichten, kombinieren ließ. So war ich einige Jahre als Rapper aktiv, schrieb Texte, produzierte Songs und hatte einige Auftritte.

Im Jahr 2013 kam ich dann erstmals in Kontakt mit der Fotografie. Für meine Musik-Webseite ließ ich Portraitaufnahmen erstellen. Ich verspürte ein großes Interesse und wollte unbedingt herausfinden, wie man selbst solche Aufnahmen erstellen kann. In den folgenden Wochen informierte ich mich umfassend im Internet, laß Zeitschriften und kaufte mir dann meine erste Kamera – eine Canon EOS 600d. Mit dieser Kamera probierte ich so ziemlich alles. Ich fotografierte Landschaften, Tiere, Lichtstimmungen und viele andere Motive und veröffentlichte erste Ergebnisse bei Facebook.

Aber wie kam ich zur Portraitfotografie?

Mein Weg in die Portraitfotografie begann, als mich einer meiner besten Freunde fragte, ob ich seine Hochzeit fotografieren würde. Ich war natürlich erstmal absolut überrascht, da ich bis dahin noch nie Menschen fotografiert hatte. Und eine Hochzeit ist ein einmaliges Ereignis, das nicht wiederholbar ist. Da muss alles passen. Nach einiger Bedenkzeit sagte ich zu und war mir der großen Verantwortung bewusst. Glücklicherweise ging alles gut und die Ergebnisse überzeugten das frisch vermählte Paar.

Von da an kam eins zum anderen. Vor allem durch das Internet verbreiteten sich meine Arbeiten. Ich bekam zahlreiche Anfragen und hatte somit die Möglichkeit, viel zu üben und mich weiter zu entwickeln. Die Zahl der Aufträge stieg so stark an, dass ich bereits Ende 2013 ein Gewerbe angemeldet habe. Ab dem Jahr 2014 fotografierte ich nun regelmäßig Hochzeiten, Familien und andere kommerzielle Aufträge in nebenberuflicher Tätigkeit. Auf Grund meiner steigenden Ansprüche investierte ich auch zunehmend in mein Equipment. Diese Entwicklung vollzieht sich bis zum heutigen Tag.

Mittlerweile habe ich mein Zuhause in der Schwarz-Weiß-Fotografie gefunden und arbeite leidenschaftlich gern mit den Leica-Kameras, die mir ein sehr essentielles Gefühl der Fotografie vermitteln. Mit Schwarz-Weiß habe ich meine „Farbe“ gefunden, mit der ich mich am besten ausdrücken kann, weil sie die Persönlichkeit des Menschen authentisch darstellt und jede Aufnahme einen zeitlosen Charakter erhält. Darüber hinaus erlaubt diese Form der Fotografie, Licht als Stilmittel einzusetzen und jedem Bild eine spezielle Stimmung zu verleihen. Auch in der Arbeit mit Models kann ich auf diese Weise ganz bestimmte Aussagen im Bild transportieren.

In diesem Jahr sind neben den Hochzeiten und kommerziellen Aufträgen auch einige Projekte geplant. Ich will vermehrt inhatlich arbeiten und mich besonders der dokumentarischen Fotografie zuwenden. Im Rahmen eines Langzeitprojekts werde ich verschiedene Menschen in ihrem Alltag portraitieren. Außerdem suche ich gegenwärtig nach Möglichkeiten, einen Teil meiner Arbeiten auszustellen. Da die Fotografie auf Grund meiner hauptberuflichen Tätigkeit immer ein „erweitertes Hobby“ bleiben wird, muss ich schauen, was und wieviel ich nebenher an Arbeit bewältigen kann.